Dienstag, 2. Februar 2010

Redwood National Park - Kalifornien

Nachdem ich jetzt ja schon fast vier Wochen in den USA bin melde ich mich mal wieder.
In letzter Zeit ist eigentlich nicht sehr viel passiert... Schulalltag halt: 06:30 aufstehen, 07:25 auf den gelben Schulbus warten, von 08:00-15:00Uhr Schule, mittags lernen (manchmal :)), fernsehen (NCIS, Two and a half man, scrubs) und dann früh ins Bett gehen :)

Letztes Wochenende waren Marty und ich in Brookings an der Südküste von Oregon um ein Theateraufführung anzuschauen. Das Stück wurde von Marty, meinem Gastvater geschrieben. War echt gut!
Zuerst sind wir aber 3h gefahren. Die Strecke war wirklich total schön, der schnellste Weg war über Kalifornien. Unmittelbar nachdem wir die kalifornische Grenze passiert hatten, begann die Sonne zu scheinen, es war echt unglaublich...
Wir sind durch den Redwood National Park gefahren, dort stehen die riesigen Mammutbäume und danach gings noch ans Meer den Strand anschauen. Es war natürlich viel zu kalt zum baden (bin ja nichtmehr in Costa Rica) aber im Sommer ist es sicher sehr schön dort!
Auf dem Rückweg haben wir dann noch bestimmt 20min den Starbuck's in Crecent City gesucht (und zum Schluss dann auch gefunden) und anschließend fuhren wir wieder 3h zurück.

Nächstes Wochenende bin ich in Ashland, OR. Ich spiele dort in einer honorband mit, mal schauen wie das wird...


Freitag, 8. Januar 2010

USA

Nachdem ich Silvester und die letzten Tage in Costa Rica mit meiner Gastfamilie am Strand campend verbracht habe, musste ich mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge abschied von Costa Rica nehmen.
Mittlerweile bin ich jetzt schon seit 2 Tagen in Riddle, Oregon und bisher gefaellt es mir wirklich sehr gut hier!
Am 05.01. hat mich mein Cousin mit nach San Jose genommen, wo ich dann von einem EF Betreuer empfangen und in ein wirklich nettes kleines Hotel gebracht hat. Dort warteten auch schon 3 andere Austauschschueler, die den gleichen Flug wie ich hatten. Am Abend gingen wir noch ein letztes Mal ins Zentrum von San Jose um was zu essen und dann ging es auch schon bald ins Bett, wir mussten ja schliesslich sehr frueh aufstehen.
Am 06.01. war dann der grosse Tag fuer die Weiterreise in die USA gekommen. Um 3 - morgens wohlgemerkt - wurden wir per Weckruf aus unseren Traeumen gerissen. Dann hatten wir eine Stunde um uns zu richten und um 4 kam dann ein Fahrer, der uns zum Flughafen chauffierte.
Dort angekommen mussten wir erstmal $26 bezahlen um ueberhaupt aus dem Land gelassen zu werden, dann gings zum check-in, wo mir nochmal $35 fuer meinen zweiten Koffer abgeknoepft wurden. Nach einer weiteren halben Stunde waren wir dann durch alle Sicherheitschecks durch und mussten noch 2h auf unseren Flug warten, der ja erst um 07.30 ging.
Als wir dann endlich einsteigen durften, waren wir sehr von der grosszuegigen Beinfreiheit ueberrascht, bei einem fast 6h Flug ist das ja nicht schlecht. Trotz gutem Sitzkomfort ist es eine Frechheit, dass US Airways bei einem doch so langen Flug nichts zu Essen serviert. Fuer $7 haette man sich einen kleinen Kaeseteller mit Chips kaufen koennen... aber dafuer war der Hunger dann doch nicht gross genug. Insgesamt war der Flug auch sehr unruhig, es gab immerwieder kleinere Turbulenzen. Landschaftlich war das ganze bis kurz vor der Landung auch nicht sonderlich interessant, eigentlich die ganze Zeit rote Felsen in Mexiko. Als wir dann aber im Landeanflug auf Phoenix, Arizona waren beeindruckten mich die endlosen schnurgeraden Highways und die quadratisch angelegten Orte, die man von oben perfekt sehen konnte.
In Phoenix angekommen war der Flughafen sehr leer, durch die Kontrollen fuer die man eigentlich 2,5h einplanen sollte waren wir schon nach weniger als einer Stunde. Es gab eigentlich auch keine seltsamen Fragen oder sonstige Sachen von denen man vorher immer gewarnt wurde.
Nachdem ich mich dann von den anderen Austauschschuelern verabschiedet hatte, musste ich das Terminal wechseln, was ziemlich verwirrend war. Gluecklicherweise standen aber alle paar Meter sogenannte PHX Airport Guides, allesamt Senioren zwischen 75 und Scheintod, in lustigen lilanen Anzuegen die einem den Weg gezeigt haben. Damit macht Phoenix den Ruf, der freundlichste Flughafen Amerikas zu sein, alle Ehre.
Gegen 14.00Uhr war ich dann schon an meinem Gate angekommen. Da mein naechster Flug nach San Francisco allerdings erst um 17.10Uhr ging, musste ich noch mehr als 3h dort warten was wirklich furchtbar langweilig war.
Kurz vor boarding time wurde ich dann per Lautsprecher ausgerufen, Mister Lukas Forster please go to the United Airlines counter at gate 7. Zuerst war ich etwas geschockt, was wollen die denn jetzt von mir, als ich dann aber dorthin kam, fragten sie mich nur ob ich ein gratis Upgrade in die Economy Plus Klasse annehmen wuerde, wer lehnt das denn schon ab!?
Dank riesiger Beinfreiheit war dieser Flug auch sehr angenehm und trotz weniger als 2h Flugzeit gabs sogar 2mal etwas zu trinken.
In San Francisco angekommen hatte ich dann wieder 2h Aufenthalt. Nachdem ich mein Gate gefunden hatte, bekam ich wahnsinnig Hunger, ich hatte schliesslich seit 04.00Uhr morgens nix mehr gegessen und mittlerweile war es ja immerhin schon 19.00Uhr PST also 21.00Uhr costaricanische Zeit. Also machte ich mich auf die Suche nach etwas essbarem. Die Preise waren allerdings mehr als gesalzen... ein Sandwich fuer $9 war mir dann doch etwas zu teuer. Da nahm ich doch lieber die Tagessuppe fuer $7 :)
Die war auch wirklich sehr lecker aber dermassen heiss, dass ich mir gleich beim ersten Loeffel die Zunge und den Mund verbrannte. Da ich mir nicht noch mehr verbrennen wollte ass ich sehr langsam und verpasste dann fast noch meine boarding time fuer den Flug nach Medford, Oregon.
Um Punkt 20.00Uhr hoben wir mit unserem winzigen 50-sitzigen Flieger, der nur mit 11 Personen besetz war ab und hatten einen wunderschoenen blick auf das naechtliche San Francisco.
Eine gute Stunde spaeter kam ich dann endlich an meinem Zielflughafen an, wo auch schon Marty, mein Gastvater auf mich wartete.
Nach weiteren 90min kamen wir dann in Riddle an, das fuer die naechsten 5 Monate mein zuhause sein wird.

Am Donnerstagmorgen ging es dann gleich in die Schule wo ich mich auch echt wohlfuehle.
Heute bin ich dann auch zum ersten Mal mit einem gelben Schulbus gefahren :)
Mein Stundenplan ist jeden Tag der gleiche und ich habe auch jeden Tag Orchester, wenn auch nur fuer 50min.

Viele Gruesse aus dem kalten und regnerischen Riddle,
Lukas

Freitag, 25. Dezember 2009

Weihnachtsfotos

Ich habe Fotos von Weihnachten hochgeladen.
Einfach wieder auf die Ueberschrift klicken!

Dienstag, 22. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!

Auch hier in Costa Rica weihnachtet es mittlerweile sehr, Weihnachtsstimmung will sich bei mir bei ueber 30º allerdings nicht so richtig einstellen! Die meisten Haeuser sind weihnachtlich geschmueckt, die Dekoration hier ist jedoch um einiges kitschiger als bei uns... so nach dem Motto je schneller es blinkt und je bunter es leuchtet, desto huebscher....
Es gibt hier auch Weihnachtsbaeume, die meisten sind aber aus Plastik, ich habe aber auch schon ein paar Echte gesehen...
Heilig Abend laeuft anscheinend ziemlich aehnlich wie bei uns in Deutschland ab: Die ganze Familie versammelt sich zum Festessen, danach werden die Geschenke unterm Baum aufgepackt und zum Schluss gehts dann noch in die Kirche.

Frohe Weihnachten!

Ich habe Bilder von unserem weihnachtlich geschmueckten Haus hochgeladen, wieder auf die Ueberschrift klicken!

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Manuel Antonio mit Carmen und Sebastian

Nachdem ich Sonntagabend aus San José zurueck kam ging es Montagmorgen auch schon gleich weiter zum Nationalpark Manuel Antonio. In Orotina traf ich mich mit Carmen und Sebastian, danach fuhren wir noch etwa 4h mit dem Bus bis nach Manuel Antonio, wo wir dann Mittags ankamen.
Zuerst ging es ins von Deutschen gefuehrte Hostel zum Zimmerbeziehen und danch gleich an den nur 100m entfernten Strand.

Am Dienstag standen wir extra frueh auf um vor den Touristroemen in den Nationalpark zu kommen, was sich zumindest auf den kleinen Pfaden durch den Dschungel bezahlt machte. Wir entdeckten u.a. Faultieren, Agutis, Waschbaeren, Rehe und natuerlich die putzigen kleinen Totenkopfaffen. Die Wege fuehrten auch immerwieder zu schoenen kleinen Buchten und Straenden wo wir ausgiebig baden konnten.
Eigentlich hatten wir ja vor, mittags wieder nach Hause zu fahren. Da es uns aber so gut gefallen hatte, beschlossen wir noch eine Nacht laenger zu bleiben. So konnten wir noch den ganzen Nachmittag gemuetlich am Strand verbringen!

Heute Morgen fuhren wir dann um 10:oo mit dem Bus nach Puntarenas, wo ich mich dann leider, nach tollen 3 Tagen, auch schon wieder von Carmen und Sebastian verabschieden musste, da sie weiter nach Montezuma gingen und ich nach Hause nach Esparza. Aber wir sehen uns ja in einer Woche am Flughafen wieder, wo ich meine Winterjacke in empfang nehmen werden!

Auch hier gibt es wie fast immer Fotos! (Mittlerweile wisst ihr ja hoffentlich wie es funktioniert!)

San José, Vólcan Irazú, Cartago

Die Zeit von Donnerstag bis Sonntag habe ich bei meiner Gasttante in Desamparados, einem Vorort der Hauptstadt San José, verbracht.

Am Donnerstag fuhr ich mit dem fruehesten Bus um 07:30 nach San José wo ich ungefaehr 2h spaeter ankam. Cesar und Silvia, meine Cousins hier holten mich am Busterminal ab und wir fuhren zu ihrem Haus. Dort wurde ich mit leckerer selbstgemachter Lasagne und cremigem Schokokuchen empfangen :) (Haben schon herausgefunden was mir schmeckt...) War wirklich fein nach dem ganzen Gallo Pinto, Reis mit Bohnen oder Bohnen mit Reis mal wieder was europaeisches zu essen! Mittags gingen wir dann das nicht besonders schoene Zentrum von San José besichtigen und ausserdem noch ins Goldmuseum. Am Abend fuhren wir richtung Berge um das Lichtermeer des naechtlichen San Josés zu bewundern.

Freitagmorgen empfing mich dann ein Fruehstueck, das durchaus mit deutschen Massstaeben standhalten kann, es gab sogar Putenbrust und richtigen Kaese...! Der Lebensstandard von meiner Tante ist um einiges hoeher als der von meiner Familie hier in Esparza, deshalb gingen wir auch den ganzen Freitag zum Einkaufen in die Multiplaza, einer riesigen Mall im Nobelvorort Escazú. Schon die Fahrt dorthin war wirklich interessant, denn zuerst ging es von Alajuelita, einem der aermsten Viertel, nach Escazú. Sobald wir die Stadtgrenze ueberquert hatten, gab es nur noch schoene Villen, von privaten Security's bewachte Wohnanlagen und dicke neue Gelaendewagen!
Nachdem wir ausgiebig geshopped haben, gingen wir abends zu einer Hip-Hop auffuehrung von Silvia.

Am Samstag fuhren wir durch wunderschoene Berglandschaft zum ueber 3400m hohen Vólcan Irazú. Oben angekommen war es wirklich saukalt! Obwohl ich meinen tollen Abschiedspulli (an dieser Stelle nochmal Danke an Sarah, Maggi, Simon und Felix!) anhatte, fror ich! Der Vulkan war aber wirklich beeindruckend. Zwei riesige Krater, der eine mit einem See drinnen, waren nur durch ein kleines Holzgelaender von uns getrennt.
Auf dem Weg nach unten besuchten wir noch ein verlassenes Sanatorium, in dem frueher psychisch gestoerte und Personen mit unheilbaren Krankheiten untergebracht waren. Heute wird es gerne von Satanisten zum Abhalten ihrer Rituale oder zum Paintball spielen genutzt :)
Danach fuhren wir nach Cartago und besichtigten dort die Kathedrale mit der Virgen de los Angeles, die sowas wie das Nationalheiligtum der Costaricaner ist.
Am Abend war das Festival de la Luz im Zentrum von San José. Mengen von Leuten stroemten dorthin um die Parade mit den Verschiedenen Bands und geschmueckten Wagen zu sehen!

Der Sonntag war auch schon mein letzter Tag bei meiner Tante. Wir fuhren zuerst nach Heredia um uns die Stadt anzuschauen und danach noch zum Paseo de los Flores, einer anderen Mall um den Rest meiner Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Bevor es dann zum Bus ging legten wir noch einen kurzen Stopp bei McDonalds ein.
Nach 1,5h Busfahrt kam ich dann am Abend wieder heil in Esparza an.

Fotos gibts wie immer durch klick auf die Ueberschrift!

Samstag, 5. Dezember 2009

Malpaís

Eben bin ich von meiner naechsten Reise zurueckgekommen. Diesmal gings mit meinem Gastopa und -bruder nach Malpaís und Cóbano auf die Nicoya-Halbinsel.
Mittwochmittag ging es zuerst mit der Faehre von Puntarenas aus ueber den Golf von Nicoya nach Paquera. Von dort fuehrte eine mit Schlagloechern uebersaehte Strasse nach Cóbano, anschliessend ging es ueber eine unasphaltierte Piste zu den Cabinas in denen wir wohnten.

Am Donnerstag gingen wir dann morgens an die Playa El Carmen nach Malpaís - kilometerlanger Strand mit weissem Sand, grosse Wellen... :) - und danach zu meinem Gasturopa der auch in der Naehe wohnt wo wir dann alle auf seinen Pferden reiten durften.

Freitag besuchten wir verschiedene Onkel von meinem Opa, die alle weit ueber 80 aber alle noch wirklich topfit sind. Auf die Strassen dort trifft die Bezeichnung "Strasse" eigentlich nicht wirklich zu, ohne Allradantrieb geht garnix, es muessen Fluesse durchquert werden, matschige Steigungen bewaeltigt werden, geschaetzten 2m tiefen Schlagloechern ausgewichen werden...

Heute, Samstag gings nochmal nach Malpaís und zum Schluss noch die Rinderherden von meinem Urgrossonkel anschauen. Eigentlich planten wir die Faehre um 14:00 Uhr zurueck nach Puntarenas zu nehmen allerdings war die als wir ankamen schon voll, deshalb mussten wir ueber 3,5h auf die Naechste warten. Letztendlich sind wir aber doch gut in Esparza angekommen.

Wenn ihr auf die Ueberschrift klickt kommt ihr wieder zu den Bildern.

Bis bald!